Inhaltsstoffe in Kosmetika

Kosmetika – Giftcocktails aus dem Badezimmerschrank

Ob nun Shampoo, Duschgel, Gesichtscreme oder Bodylotion – viele unserer vermeintlichen PFLEGEprodukte sind alles andere als gut für Haut und Haar. Sie enthalten krebserregende, hormonell wirksame und allergisierende Stoffe. Wer glaubt mit teuren Markenprodukten (zB Givenchy, Elizabeth Arden, …) oder Kosmetika aus der Apotheke (zB Vichy, La Roche-Posay, …) besser beraten zu sein, irrt gewaltig. Der Preis ist leider nicht unbedingt ein Qualitätskriterium. Selbst Marken die sich als besonders naturnahe verkaufen und die hochwertigen, natürlichen Inhaltsstoffe ihrer Produkte anpreisen, enthalten eine Vielzahl an schädlichen Substanzen. Bestes Beispiel hierfür – Kiehl’s.

Ich möchte daher kurz auf die am häufigsten vorkommenden Schadstoffe in unseren Kosmetika eingehen und Tipps geben, wie man Produkte, die diese enthalten, vermeidet.

Top 5 schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetik-Artikeln

Aluminiumsalze

Aluminumsalze in DeosÜber diese wurde in letzter Zeit viel in den Medien berichtet. Sie sind vor allem in Antitranspirants zu finden, hautreizend sowie nervenschädigend. Zudem stehen sie unter Verdacht Brustkrebs auszulösen. Auf der Verpackung sind sie leicht zu erkennen, zB als Aluminum Silicate oder Aluminum Chlorohydrate.

Erdöl

Erdöl in KosmetikaSilikone und Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen und ersetzen in der Kosmetik hochwertige Öle. Größter Vorteil für die Industrie – sie sind billig. Uns Konsumenten schaden diese Sparmaßnahmen. Wir cremen uns fleißig ein und glauben unsere Haut gut mit Feuchtigkeit zu versorgen, da sie sich weich anfühlt. In Wahrheit legen sich Silikone und Mineralöle aber wie eine unsichtbare Schicht auf die Hautoberfläche und dichten diese ab. Die Folge: Die Haut kann nicht mehr richtig atmen, sie wird nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, die natürliche Regeneration der Haut wird behindert und Bakterien können sich unter diesem Öl-Film prima vermehren. Das kann zu Pickeln und Akne führen.

Erdöl in KosmetikOftmals begründen Firmen den Einsatz von Erdöl damit, dass natürliche Öle von vielen schlecht vertragen würden. Es stimmt auch, dass Menschen mit sensibler Haut häufig allergisch auf bestimmte Pflanzenöle reagieren, jedoch lasse ich dieses Argument nicht gelten. Es gibt gute, natürliche Alternativen, wie zB Reiskeimöl, das besonders verträglich ist.

Aber wie erkenne ich nun Silikone und Erdöle?

Hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich Erdöl: Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Paraffinum Subliquidum, Ozokerit, Cera Microcristallina, Ceresin, Microcrystalline Wax, Vaseline

Silikone erkennt man an der Endung „-cone“ oder „-xane“. Am häufigsten findet man diese Bezeichnungen auf Verpackungen: Dimethicone, Polysiloxane Methicone, oder Cyclomethicone.

Emulgatoren

Emulgatoren in CremesEmulgatoren sind Hilfsstoffe, die in Cremes dafür sorgen, dass sich die normalerweise nicht mischbaren Bestandteile Wasser und Fett zu einer Emulsion verbinden. Polyethylenglykol (PEG) in Kombination mit einem Fettalkohol wird am häufigsten verwendet.

Das Problem dabei? Emulgatoren binden auch hauteigene Fette, die dann beim Waschen aus der Haut gespült werden. Der natürliche Fettschutzmantel der Haut wird somit beschädigt und die Haut immer trockener.

Zu erkennen sind Emulgatoren am Namensbestandteil PEG oder an der Endung „eth“, wie zB Ceteareth-8.

Parabene

Als Konservierungsstoffe in Cremen usw. eingesetzt, lagern sich Parabene im Körper an und sind hormonell wirksam. Sie werden mit Unfruchtbarkeit, früh einsetzender Pubertät, Diabetes sowie Brust-, Prostata- und Hodenkrebs in Verbindung gebracht. Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe eines Produktes, sind Parabene leicht an der Endung „-paraben“ zu erkennen (zB Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben)

Phtalate

Phtalate sind Weichmacher und stehen unter dem Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Das Problem – sie müssen auf der Verpackung nicht angegeben werden. Sie sind oft als Bestandteil von denaturiertem Alkohol (Alcohol denat.) enthalten und somit für uns als Verbraucher nicht zu erkennen. In zertifizierter Naturkosmetik sind diese Weichmacher aber definitiv nicht enthalten.

Gute und schlechte Produke unterscheiden

NaturkosmetikSofern man ein Produkt nicht bereits kennt, seit langer Zeit verwendet und weiß, dass es unbedenklich ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe. Ich kann bei neuen, gut duftenden Bodylotions und Duschgelen nur schwer widerstehen, überfliege aber stets die Inhaltsstoffe.

Natürlich ist es mühsam und zeitraubend stets die Liste der Bestandteile zu checken. Hierfür gibt es Abhilfe – Codecheck.

Codecheck

Die unabhängige Plattform Codecheck ermöglicht eine einfache Überprüfung der Unbedenklichkeit von Produkten (nicht nur Kosmetik). Über die Homepage bzw. die App kann entweder der Produktname eingegeben oder der Barcode gescannt werden und schon werden die Inhaltsstoffe samt Bewertung ausgespuckt.

codecheckMan findet natürlich nicht zu ausnahmslos jedem Produkt eine Bewertung, aber zu sehr, sehr vielen.

Unterwegs ist die App einfach super praktisch und der Download im App Store ist gratis. Was will man mehr?!

Naturkosmetik

Wer auf Nummer sicher gehen möchte und gesundheits- sowie umweltschädliche Substanzen gezielt vermeiden möchte, setzt auf zertifizierte Naturkosmetik. Diese muss nicht unbedingt teuer sein. Dm und Bipa haben mit Alverde bzw. bi good hervorragende, günstige Eigenmarken. Menschen mit sensibler Haut sollten allerdings, wie bereits erwähnt, auf die enthaltenen Öle achten.

Vorsicht: Unbedingt auf die entsprechenden Siegel bei Produkten schauen. Nur wenn diese vorhanden sind, handelt es sich um echte Naturkosmetik.

Hier die beiden gängigsten Siegel:

Naturkosmetik-Siegel

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